Agile Methoden im Softwareprojekt: Was Sie als Auftraggeber wissen müssen
Sie haben ein Software- oder Webprojekt in Auftrag gegeben und Ihr Dienstleister nutzt Methoden der agilen Softwareentwicklung? Dann ist es verständlich, dass Sie bei Fachbegriffen wie Scrum oder Backlog nur „Bahnhof“ verstehen. Dieser Artikel soll als kurze Einführung dienen, damit Sie sich gut auf die agile Arbeitsweise in Ihrem Projekt einstellen können.
Was bedeutet denn „agil“?
Früher hat man Softwareprojekte nach dem sogenannten Wasserfallmodell entwickelt. Es gab feste Projektphasen wie Planung, Design, Programmierung oder Test. Diese wurden nacheinander abgearbeitet. Das wird in den meisten Softwareprojekten heutzutage anders gemacht.
Es hat sich die agile Softwareentwicklung durchgesetzt. Da arbeitet man inkrementell. Das bedeutet, dass für eine gewisse Zeit, einen sogenannten Sprint, die umzusetzenden Anforderungen festgelegten werden. Diese durchlaufen dann Konzeption, Design, Programmierung etc. Im nächsten Sprint werden dann die nächsten Anforderungen umgesetzt usw.
Da das Projekt nicht am Anfang durchgeplant wird, ist das Projekt agil. Alle 2-4 Wochen wird neu geplant, was als nächstes umgesetzt werden soll. So kann auf Änderungswünsche, neue Ideen oder sich ändernde Prioritäten flexibel reagiert werden.
Das Backlog: Eine priorisierte Liste Ihrer Anforderungen
Das Backlog ist eine lange Liste Ihrer Anforderungen. Sie werden priorisiert. Das bedeutet: was ganz oben auf der Liste steht, wird als nächstes entwickelt. Oft werden Ihre Anforderungen in so genannte User Stories übersetzt, also aus der Sicht des Nutzers formuliert. Aus einer Anforderung wie „der Onlineshop soll eine Suche haben“ wird „Als Shop-Besucher möchte ich nach Artikeln suchen können“. So wird sichergestellt, dass die Software später auf die Bedürfnisse der Nutzer ausgerichtet ist.
Ihr Ansprechpartner, der Product Owner
Die überwiegende Anzahl agiler Projekte arbeitet nach Scrum. Das ist ein Framework mit Empfehlungen und Methoden zur agilen Softwareentwicklung. In diesem Framework gibt es drei Rollen:
- Der Scrum-Master: Moderiert Meetings und sorgt dafür, dass die gemeinsam gewählten Regeln und Methoden zur Zusammenarbeit auch umgesetzt werden.
- Das Entwicklerteam: Setzt die Funktionalitäten um – vom technischen Konzept bis zum Test.
- Der Product Owner: Ist für das Anforderungsmanagement, also die Pflege des Backlogs zuständig. Die Anforderungen erfährt er durch Austausch mit Ihnen, dem Auftraggeber.
Dank dieser Aufteilung gibt es für Sie als Auftraggeber einen zentralen Ansprechpartner. mit dem Sie sich durch Mails und Meetings austauschen. Das Entwicklerteam ist nicht durch lange Meetings oder intensiven Mailverkehr abgelenkt, sondern kann sich auf die Software-Erstellung konzentrieren, wodurch das Projekt schneller vorankommt.
Kurz zusammengefasst
Agile Softwareentwicklung ermöglicht es, flexibel zu arbeiten, statt das Projekt im Vorhinein durchzuplanen. Durch das Backlog ist immer klar, was als nächstes entwickelt werden soll und welche Anforderungen noch nicht umgesetzt wurden. Bei Scrum-Projekten ist der Product Owner Ihre zentrale Anlaufstelle für alle Anliegen.
Sind Sie noch auf der Suche nach einem Entwicklerteam, das agil arbeitet? Gerne setzen wir Ihr Software- oder Webprojekt in die Tat um.



